Von der Bauplanung bis zur Navigation in Gebäuden helfen Virtual oder Augmented Reality und 3-D-Brillen
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Virtual Reality

3-D-Brille für spannende Einblicke

07/2016 - Dreidimensionale Visualisierungen eröffnen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Von der Bauplanung bis zur Navigation in Gebäuden helfen Virtual oder Augmented Reality, die Welt begreifbarer zu machen. Probieren Sie es jetzt aus – mit App und 3-D-Brille auf dem eigenen Smartphone!

Virtual oder Augmented Reality sind längst keine Fachbegriffe von Ingenieuren oder Computerspielern mehr. Unter Virtual Reality (VR) versteht man das Eintauchen in virtuelle 3-D-Umgebungen, die am Computer entstehen. Diese können an einem normalen Bildschirm oder mit einer Spezialbrille betrachtet werden.

Damit modellieren und verbessern Ingenieure beispielsweise Prototypen. Auch für Präsentationen und zu Schulungszwecken lassen sich VR-Anwendungen nutzen. Die Autoindustrie und auch die DB lassen ihre Kunden per Datenbrille bereits Details neuer Fahrzeuge erleben. Als weiteres Anwendungsfeld können Arbeiter die Bedienung neuer Maschinen mit dieser Technik erlernen, ohne dass dafür eine Maschine vor Ort verfügbar sein muss.

Bei der Augmented Reality (AR) werden, im Gegensatz zu VR, reale Umgebungsbilder mit weiteren Informationen angereichert. Das geschieht mithilfe eines Smartphones oder Tablets oder auch durch Brillen wie Googles Pilotprojekt Glass oder der Hololens von Microsoft. Dabei werden Informationen in das Sichtfeld des Nutzers eingeblendet.

Navigieren mit Augmented und Virtual Reality

DB Systel hat als digitaler Pionier bereits einige VR-/AR-Projekte umgesetzt. Eine mögliche Anwendung ist dabei die Navigation. Per Augmented Reality kann der Nutzer sich auf einfache Art im Raum orientieren. Der Weg zum Ziel wird im Display in die Umgebung eingeblendet. Dadurch lässt sich intuitiv navigieren.

Für mobilitätseingeschränkte Nutzer kann aber auch eine Reiseplanung zu Hause am Desktop wichtig sein. Sie können sich per Virtual Reality mithilfe einer App im Berliner Hauptbahnhof mit oder auch ohne 3-D-Brille bereits vor Reiseantritt orientieren (Anleitung). Damit finden sie leichter ihre Wege zum Anschlusszug, können nach Restaurants oder Geschäften suchen und erreichen den richtigen Ausgang.

3-D-Brille als Bastelset: So wird jedes Smartphone zu einer Virtual Reality-Brille

© Deutsche Bahn AG

Die Aktion ist beendet, bitte nicht mehr teilnehmen!

Sie möchten trotzdem wissen, welches Potenzial Virtual und Augmented Reality hat? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular. Wir kommen auf Sie zu und vereinbaren einen individuellen Beratungstermin!

3-D-Brille für DB Mitarbeiter

Und das Beste: Für die VR-Ansicht ist noch nicht mal eine teure Spezialbrille nötig.  eines handelsüblichen Smartphones, etwas Bastelgeschick und einer Pappbox kann jeder die virtuelle Realität erleben. Wer beim Konzerntreff in Berlin nicht die Möglichkeit hatte, den Berliner Hauptbahnhof virtuell zu erkunden, der kann sich die passende App herunterladen (siehe Anleitung). Die erforderliche 3-D-Spezialbrille kann sich jeder Interessierte bei DB Systel bestellen – solange der Vorrat reicht.

So nehmen Sie teil:

  1. Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter. Falls Sie schon Abonnent sind, können Sie diesen Schritt auslassen.
  2. Schicken Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „3-D-Brille als Bausatz“, in der Ihre DB-Firmenadresse hinterlegt ist.

Teilnahmebedingungen:

  • Nur für Mitarbeiter des DB-Konzerns (Mitarbeiter der DB Systel sind ausgeschlossen).
  • Ihre Mail muss Ihre Organisationseinheit sowie Ihre Geschäftsadresse enthalten.
  • Einsendeschluss ist der 30.11.2016.
  • Solange der Vorrat reicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Räumliche Tiefe statt nur 360-Grad-Ansicht

„Dreidimensionale Visualisierung liefert nicht nur eine einfache Draufsicht wie eine Straßenkarte“, sagt Stephan Wrede, der WorldInsight bei DB Systel betreut. Mit dieser Eigenentwicklung werden die virtuellen Welten dargestellt. „Es gibt nicht nur einen 360-Grad-Rundumblick, sondern räumliche Tiefe. Mit den 3-D-Modellen kann der Nutzer auch ‚hinter die Dinge‘ schauen“, sagt Wrede – und das von jedem Punkt innerhalb eines Modells aus.

Auch bei der Planung von neuen Bahntrassen oder Lärmschutzwänden hilft die Visualisierung. So lässt sich direkt vor Ort darstellen, wie eine Lärmschutzwand im Raum aussehen und ob ihre Höhe zu Beeinträchtigungen im Blickfeld führen würde. „Auf zweidimensionalen Plänen ist so etwas nur von einem Fachmann zu erkennen.“ Dadurch können typische Planungsfehler frühzeitig umgangen werden. Mithilfe von WorldInsight kann auch das komplette Bahnnetz in 3-D visualisiert werden. Dafür wird dann auf vorhandene Datenbanken und Bibliotheken zurückgegriffen.

Video: Virtueller Gang durch den Berliner Hauptbahnhof – mit Einblicken fast wie vor Ort.
© Deutsche Bahn AG

Ganze Stadtteile in 3-D

„Wir haben inzwischen zahlreiche große und kleinere Projekte umgesetzt, wie etwa Stuttgart 21, Teile der neuen Trasse Karlsruhe–Basel, Umbau des Bahnhofs Hamburg- Altona und circa 50 weitere“, sagt Wrede. „WorldInsight ist eine gute Methode zur Visualisierung von komplexen Sachverhalten“, erläutert er weiter. „So können auch große Areale wie ganze Stadtteile oder über 100 Kilometer lange Trassen in realistische und nahezu verzerrungsfreie 3-D-Modelle übertragen werden.“

Der Trend ist klar: In einer immer komplexeren Welt kann leicht die Orientierung verloren gehen. DB Systel sorgt mit WorldInsight und seinen Entwicklungen für mehr Durchblick – auch dreidimensional.

Für Orientierung sorgen auch die Kollegen Claus-Peter Gabriel und Jonas vor dem Berge, die im Skydeck durch gemeinsame Ideenfindung Projekte entwickeln und Prototypen umsetzen. Die beiden sind als Technologiepaten die Ansprechpartner für Virtual und Augmented Reality. In dieser Funktion beraten sie Kunden zu möglichen Einsatzgebieten der Technik und setzen erste Prototypen um.