DB Enterprise Cloud: Das Rechenzentrum nach Maß
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DB Enterprise Cloud

Das Rechenzentrum nach Maß

11/2015 - Cloud-Computing ist viel mehr als nur Speicherplatz im Internet und bietet auch im DB-Konzern bislang ungekannte Möglichkeiten.

In der Hitliste der IT-Begriffe steht Cloud-Computing seit Jahren ganz oben. Gemeint sind das Speichern von Daten und die Ausführung von Programmen in externen Rechenzentren statt am eigenen Arbeitsplatzcomputer oder in eigenen Servern. Mittlerweile lassen sich sogar ganze Anwendungen samt der zugehörigen Datenbanken ins Netz auslagern und stehen dort immer zur Nutzung bereit.

Für Unternehmen bietet Cloud-Computing eine bisher ungekannte Flexibilität: Jederzeit und überall stehen IT-Services kostengünstig und im Handumdrehen zur Verfügung. Gerade dynamische und innovative Lösungen können so in der Cloud kurzfristig erprobt werden, auch Ideen sind schnell und günstig realisierbar. Die Unternehmen bestimmen dabei den Umfang der Cloud-Services flexibel je nach ihren aktuellen Erfordernissen. Benötigt das Unternehmen also eine bestimmte Menge an Speicherplatz, Umgebungen oder Recheneinheiten (CPU), bietet die Cloud eben genau diesen Leistungsumfang. Und sollten sich die Anforderungen ändern, so ändern sich die Services automatisch und flexibel mit.

Die Qual der Wahl

Digitale Illustration von Cloud Computing Einrichtungen
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Da jedes Unternehmen eine eigene Vorstellung davon hat, wie viel Kontrolle es über seinen Cloud-Dienst haben möchte, gibt es zwei unterschiedliche Ansätze des Cloud-Computing im DB-Konzern. Zum einen handelt es sich um die reine Zurverfügungstellung der Cloud-Infrastruktur in kompletter Eigenverantwortung des Kunden („Unmanaged Services“). Zum anderen bietet DB Systel das Rundum-sorglos-Paket, bei dem der Dienstleister nahezu alle Aufgaben übernimmt („Managed Services“). Die „Unmanaged Services“ sind seit dem 15. Oktober 2015 bereits buchbar, das „Managed Services“-Modell mit Vollversorgung kommt etwas später, es wird mit Jahresanfang 2016 zur Verfügung stehen.

Diese Services werden sowohl in Systel-eigenen Rechenzentren angeboten also auch in Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS). Hierbei profitieren die Konzernkunden von der umfassenden Infrastruktur des Markführers, der allein in Frankfurt über 50.000, weltweit über eine Millionen Server verfügt. DB Systel ist so in der Lage, flexibel und skalierbar Leistungen zu marktüblichen Preisen anzubieten. Die Abrechnung erfolgt dabei nach dem sogenannten Pay per Use-Prinzip: Nur das, was der Kunde auch tatsächlich an Leistungen verbraucht, wird ihm in Rechnung gestellt.

Deutsche Server mit hoher Sicherheit

Natürlich ist bei der Wahl des Cloud-Anbieters Vertrauen nötig. Viele Anbieter sitzen in den USA, andere Server sind in Rechenzentren über Länder in der ganzen Welt verteilt mit jeweils unterschiedlichen regionalen und länderspezifischen Datenschutzbestimmungen. Und längst nicht alle Vorgaben sind so streng wie in Deutschland. Bei der DB Enterprise Cloud sind die Rahmenbedingungen jedoch eindeutig: Es gelten die deutschen Datenschutzregelungen, die für rechtliche Sicherheit des Angebots sorgen. So befinden sich alle Server, auch die des Dienstleisters, auf deutschem Boden (mit redundanter Auslegung) und fallen damit unter deutsches Recht. Zudem erfüllen die Rechenzentren alle Kriterien, um dort IT-Verfahren auch mit hohem Schutzbedarf zu betreiben und den hohen Anforderungen an IT-Sicherheit gerecht zu werden.

Es kann losgehen

Nachdem auch die Konzerngremien das Einhalten der Datenschutzbestimmungen bestätigt haben, steht der Einführung von konzernweiten Cloud-Services nun nichts mehr im Wege. Für Erik Gailing, Leiter Pre-Sales & Consulting, ist dies der Schritt in die richtige Richtung:

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Unsere Produkte bieten neben den typischen Vorteilen – Flexibilität und Skalierbarkeit – auch noch die Einbindung in die Konzerninfrastruktur. Damit bringt die DB Enterprise Cloud große Chancen mit sich, die IT der Konzernunternehmen zu verändern und zu optimieren.

Erik Gailing, Leiter Pre-Sales & Consulting

Obwohl die „Unmanaged Services“ erst seit kurzem im Konzern angeboten werden, ist das Interesse bereits hoch, wirbelt aber auch einige Fragen auf. Neben dem Thema Datenschutz wird häufiger die Migrationsfähigkeit genannt, also welche Daten und Anwendungen sinnvoll in die Cloud überführt werden können. Um hier den Kunden Rede und Antwort stehen zu können, baut die DB Systel derzeit das Competence Team Cloud auf. Dieses wird den Kunden jederzeit beratend zur Seite stehen.