Das Skydeck stärkt mit einem neuen Team die Digitalisierung im Konzern
© DB Systel GmbH

Innovationsschmiede Skydeck

Mit dem Internet der Dinge weiter auf Erfolgskurs

09/2016 - Der Erfolg des Skydeck lässt sich nicht nur an Innovationen und Prototypen ablesen, die dort entstehen – sondern auch an den Auszeichnungen, die es dafür gab. Mit einem neuen Team soll dort nun das Internet der Dinge verstärkt zum Geschäftsmodell für DB Systel entwickelt werden.

Es war ein Versuch: Als DB Systel die Innovationsmaschine Skydeck ins Leben gerufen hat, war die Hoffnung auf einen Erfolg groß. Dass die Idee sich innerhalb so kurzer Zeit im Unternehmen durchsetzen würde, hätte wohl kaum jemand zu wünschen gewagt. Die kreative Art und Weise, wie das Skydeck die Digitalisierung im Unternehmen und im Konzern vorantreibt, ist einfach überzeugend.

Die aktuellen IoT-Aktivitäten der DB Systel im plakativen Überblick

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Im vergangenen Jahr wurde mit Digital Vehicle Solutions (DVS) eine digitale Lösungsplattform für die Zug-IT verwirklicht. Für ein anderes Pilotprojekt wiederum, bei dem Sensoren während der Fahrt exakt die Lage und Neigung der Züge feststellen, stellt DB Systel das komplette IT-Ökosystem für die Messungen und Analysen zur Verfügung. Und eine intelligente Lichtsteuerung sorgt bei der Beleuchtung von Bahnhöfen dafür, Einsparpotenziale auszuschöpfen und Ressourcen zu schonen. Auch das System ADAM, das die Überwachung von Rolltreppen und Aufzügen im Bahnhof ermöglicht, kann als Teil der IoT-Landschaft betrachtet werden.

Orientierung am Geschäftsnutzen der Lösungen

„Wir agieren hier wie ein Start-up innerhalb des Unternehmens“, sagt Jörn Petereit. Wir, das ist ein Team von Mitarbeitern, das sich vor allem mit der Entwicklung digitaler IoT/M2M-Lösungen für die Problemstellungen der Kunden befasst. Die wichtigste Frage ist dabei immer, was erreicht werden soll: Geht es um ein komplett neues Geschäft, oder soll ein bestehender Bereich optimiert werden? Das IoT-Team unterstützt Kunden in der Phase der Digitalisierungsberatung mit digitalen Lösungsvorschlägen. Das Internet der Dinge ist dabei das verbindende Element, das unterschiedliche und oft proprietäre Systeme zusammenführt und digitale Innovationen und Prozessoptimierungen erst ermöglicht.

In der Validierungsphase macht das IoT-Team in Form von Proof of Concepts die Annahmen des digitalen Geschäftsmodells greifbar und implementiert dann in Zusammenarbeit mit dem Kunden in der Umsetzungsphase die gereifte Lösung bis hin zum operativen und skalierbaren Betrieb.

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Mein Vorteil ist, dass ich neu im Unternehmen bin und viele Prozesse noch wie ein Außenstehender betrachten kann. Ich bewege mich jetzt ganz aufmerksam im System Bahn.

Jörn Petereit (DB Systel GmbH)

Jörn Petereit will dabei immer besser verstehen, wo es Entwicklungspotenzial gibt. Auch hierfür bietet ihm die Anbindung an das Skydeck die besten Voraussetzungen. Denn mit dem Skydeck als digitale Innovationsschmiede und den unterschiedlichen Teams wurde die Basis dafür geschaffen, Lösungen außerhalb der täglichen Abläufe in bestehenden Strukturen zu entwickeln. Im Skydeck entstehen einige der Ideen, für die das IoT-Team dann mögliche Lösungen entwickelt. Aber vor allem im Austausch mit Kunden möchte er diese aufspüren – denn keiner kennt die jeweiligen Abläufe so gut wie das Fachpersonal vor Ort.

Doch häufig können Prozesse besser von außen verändert werden. „Es ist doch menschlich, dass erst einmal die tägliche Arbeit gemacht wird, bevor Mitarbeiter sich überlegen, wie diese besser und effizienter gemacht werden kann.“ Und hier will das IoT-Team unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass alle an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, Abläufe zu verbessern. Denn davon profitieren sowohl der gesamte Konzern als auch jeder einzelne Mitarbeiter. Darum ist sich Jörn Petereit sicher: „Wenn wir unseren Job gut machen, werden wir auch mit unseren Ideen überzeugen.“

Das Skydeck entwickelt also nicht nur Verbesserungen und IT-Lösungen, es fungiert auch als Inkubator für komplett neue digitale Geschäftsfelder. Und schaut man sich die bisherigen erfolgreich umgesetzten Projekte an, kann die Devise nur heißen: So darf es gern weitergehen.