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Digital Summit

„So weit wie Sie ist kaum einer da draußen“

05/2017 - Volles Haus: 350 Teilnehmer aus dem gesamten Bahnkonzern waren beim ersten Digital Summit von DB Systel dabei. Mit beeindruckendem Feedback. Themen wie Unternehmenskultur, Blockchain, Internet of Things und Cloud prägten den Tag.

Geschäftiges Treiben im Silberturm hoch über den Dächern Frankfurts – etwa 350 Gäste aus dem gesamten Konzern waren am 17. Mai gekommen, um beim ersten Digital Summit von DB Systel dabei zu sein. Die Veranstaltung von DB Systel, Digitalpartner und IT-Dienstleister im Konzern, stand ganz im Zeichen der Digitalisierung, ihren Chancen, Lösungen und Handlungsempfehlungen, die sich für den Bahnkonzern ergeben. Ziel der Veranstaltung war es dabei neben der Darstellung des digitalen Leistungsspektrum der  DB Systel vor allem  eine Plattform zu bieten  für den gemeinsamen Austausch über Visionen, Trendthemen und aktuellen Herausforderungen. So wurde der Tag zu einem bunten Mix aus Fachvorträgen, Messeständen und Diskussionen, die wichtige Impulse für einen gemeinsamen Blick in die Zukunft gaben.

Christa Koenen, die Vorsitzende der Geschäftsführung, eröffnete den Tag und begrüßte die Gäste aus dem ganzen Konzern im vollen Auditorium des Silberturms. Koenen freute sich über das rege Interesse aus allen Konzerngesellschaften für die angekündigten Themen. Sie betonte die Wichtigkeit der konzernübergreifenden Zusammenarbeit im Zeitalter der Digitalisierung, die zugleich auch die Zukunft der Bahn darstellt und schloss ihre Begrüßung mit dem Wunsch: „Arbeiten wir gemeinsam an der Digitalisierung der Deutschen Bahn“.

„Weil es einfach geht!“

Die anschließenden Vorträge drehten sich in erster Linie um die tiefgreifenden Veränderungen im Konzern, die die digitalisierte Welt mit sich bringt und welche Konsequenzen sie auf das Geschäft der DB hat. So riefen die vier Leiter der Vertriebsbereiche von DB Systel, Rüdiger Bansbach, Sabine Igler, Karlheinz Martin und Michael Schneider, dazu auf, stärker in den Dialog zu gehen, um in den Austausch zu kommen. Wichtig sei es, voneinander zu lernen. Anschließend beschrieb Chief Technology Officer (CTO) der DB Systel, Stephan Kaulbach, die Essenz der Digitalisierung: die Reduktion von Transaktionskosten (fast) auf null. Digitale Disruptoren wie Airbnb oder Uber nutzen vorhandene Infrastrukturen, um sie wertschöpfend neu zu vernetzen: „Weil es einfach geht!“. Früher wäre niemand auf die Idee gekommen, so Kaulbach, im Zug mit der „Außenwelt“ in Kontakt zu bleiben und auf eine Netzverbindung zu bestehen, um arbeiten zu können. Heute werde das gefordert: „Weil es einfach geht!“.

Was dies an kulturellen Veränderungen erfordert, beleuchtete Karlheinz Martin in seinem Vortrag. Er beschrieb den Weg von DB Systel in eine neue Form der Arbeit mit Fokus auf Selbstorganisation und Vernetzung. DB Systel habe es sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2018 die Hälfte ihrer Mitarbeiter den Transfer in selbstorganisierten Teams abgeschlossen haben werden und innerhalb von drei bis fünf Jahren die komplette Transformation abgeschlossen sein wird.  Auch André Weber-Liel, verantwortlich bei der DB Systel für den Schritt in die Cloud, betonte, dass vor allem eine neue Arbeitsweise den Umgang mit Cloud-Themen prägt. Es seien unter anderem weniger Fachexperten, sondern viel mehr Generalisten-Know-how gefordert, um die neuen Technologien effizient nutzen zu können. Ein Umdenken ist auch im Anforderungsmanagement notwendig. Wo früher die Kunden Anforderungen an die DB Systel hatten, ändert sich mit dem Einkauf von Cloud-Dienstleistungen einiges. Hier hat es das Team um Weber-Liel im Verlauf der letzten Zeit auch geschafft, sich mit den DAX30 Unternehmen zusammenzuschließen, um gegenüber von Global Playern im Cloud-Markt eine neue Form des Anforderungsmanagements umzusetzen. So hat sich die DB Systel zum Sprecher dieser DAX30 Unternehmen entwickelt, die auf operativer Ebene mit den Serviceteams der Anbieter zusammenarbeiten.

Die Vorträge:

  • Digitales Mindset für eine digitale Zukunft
  • Kultur für die digitalisierte Welt
  • Cloud: Herausforderung und Chance für Mensch & Technik
  • DB MOVE. Die App, die Arbeitsabläufe intelligent unterstützt.
  • Blockchain. Eine Technik zwischen Hype und Wirklichkeit
  • Internet of Things in Rail Freight Business powered by DB Systel IoT-Cloud
  • Künstliche Intelligenz – wenig Hype, mehr Nutzen

Als DB-Mitarbeiter finden Sie auf DB Planet eine Zusammenfassung der Vorträge sowie Videomitschnitte. Bitte beachten: Wenn Sie noch nicht in DB Planet eingeloggt sind, führt Sie dieser Link zunächst auf die DB Planet-Startseite. Nach erfolgtem Log-in und nochmaligem Klick auf den Link kommen Sie auf die Digital Summit-Seite.

Im Anschluss wurde die Messe eröffnet, die mit  über 30 Themenständen eingehend über aktuelle relevante digitale Trends, konkrete Lösungen, über Labs und Communities sowie wichtige strategische Partner  informierte. Dabei wurden nicht nur Systel-eigene Themen vorgestellt, sondern vor allem auch ein Überblick über die Prototypen geboten, die derzeit zusammen mit allen Konzerngesellschaften erarbeitet werden. Der Andrang war riesig, die Resonanz durchweg positiv. Besonders viele Besucher nutzten die erstmalig angebotenen „geführten Touren“ über die diversen Themenstände. So konnten sie in kurzen 30minütigen Zyklen einen guten Überblick über die wichtigsten Themen erhalten und mussten sich nicht die Inhalte einzeln erschließen.

© DB Systel GmbH

Die zweite Vortragssession am Nachmittag offenbarte einen Blick in die technischen Möglichkeiten von heute und morgen. Im Zentrum standen dabei die innovativen Technologien Blockchain, Internet of Things (IoT) oder Künstliche Intelligenz (KI), abgerundet von einem Vortrag von Trendforscher Oliver Leisse, der der DB und der DB Systel attestierte: „So weit wie Sie ist kaum einer da draußen.“

Gemeinsames Fazit in der anschließenden Podiumsdiskussion war, dass das gezeigte Spektrum sehr eindrucksvoll gewesen sei, dass dieser Spirit nun weitergetragen werden müsse, um aus den vielen Chancen der Digitalisierung letztendlich konkrete Kundenlösungen zu entwickeln. „Wir haben die richtigen Themen. Jetzt müssen wir sie nur noch zusammen bringen.“ In diesem Sinne waren sich die Besucher einig: „Diesen Digital Summit muss man groß machen und mit seinen Themen noch stärker im Konzern etablieren.“