Zusammenarbeit neu ausgerichtet
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Zusammenarbeit neu ausgerichtet

Wie man Vertrauen zurückgewinnt

11/2016 - Die DB Systel steht nicht nur für Zuverlässigkeit und Qualitätsbewusstsein, sondern bei DB Services inzwischen auch für Innovationen und eine schnelle Umsetzung technischer Projekte. Doch das war nicht immer so.

Manchmal ist eine Geschäftsbeziehung ein bisschen wie eine Ehe – in guten, aber auch in schlechten Zeiten: Man kennt sich seit Jahren und gibt sich nicht mehr ganz so viel Mühe. Auch bei DB Systel und DB Services war irgendwie die Luft raus: Obwohl eigentlich unter dem Dach der Deutschen Bahn geeint, wollte es nicht mehr so richtig miteinander funktionieren. Aber genau wie in einer Ehe hilft auch bei der Zusammenarbeit Krisenmanagement. Und vor allem: miteinander reden. Stück für Stück kommt man sich wieder näher und macht die Verbindung stärker, als sie jemals war.

Heute können sich Karsten Weder, Account Manager von DB Systel, und Andre Obiora, CIO von DB Services, fast mit einem Lächeln über die damalige Situation unterhalten, denn von schlechter Stimmung ist inzwischen keine Spur mehr. Im Gegenteil: Bei einem Gespräch merkt man den beiden an, dass sie sich gut verstehen. Und sich vor allem vertrauen. Aber das war eben nicht immer so. „Es gab früher verschiedene Ereignisse, die zum Vertrauensverlust führten – so etwas passiert ja nicht über Nacht. Ein entscheidender Grund dafür war, dass DB Systel nicht wirklich auf uns als Kunden eingegangen ist. Die Angebote, die uns gemacht wurden, waren oftmals nicht auf unseren Bedarf abgestimmt.“

Häufig wurden Standardlösungen angeboten. Oder wie Karsten Weder sagt: „Wir hatten bestimmte Produkte in unserem Sortiment – und diese haben wir in unser Angebot aufgenommen. Obwohl es oft nicht die besten Lösungen für den Kunden waren.“ Innovationen waren häufig Fehlanzeige, Projekte haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Obwohl DB Systel der erste Ansprechpartner für innovative IT-Lösungen hätte sein sollen, hat sich DB Services immer häufiger externe Unterstützung gesucht.

Kehrtwende in der Zusammenarbeit

Doch das hat sich längst geändert: Vor gut einem Jahr erweiterte DB Systel das Angebot um Cloud-Lösungen. Gleichzeitig wurden Kundenteams etabliert, die den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handels stellen und die operativen Einheiten nach Bedarf einbeziehen. Die Teams bestehen aus Fachleuten, die die besonderen Bedürfnisse der jeweiligen Kunden kennen und dadurch optimale Angebote erstellen können.

© DB Systel GmbH

Früher hat man per Mail einen Auftrag bekommen und ihn irgendwie abgearbeitet. Jetzt bemühen wir uns, aktiv auf den Kunden zuzugehen.

Karsten Weder, Account Manager DB Systel

Vom Entwickler zum Berater

Gemeinsam mit dem Kunden werden externe Lösungen implementiert, man ist Berater bei der Auswahl, dem Test und der Integration neuer Anwendungen in die bestehende IT-Landschaft. „Und genau das erwarten wir von unserem IT-Partner: Er muss unser Geschäft kennen“, ergänzt Andre Obiora. Für DB Services war ein entscheidender Moment auf dem Weg zur neuen Zusammenarbeit, als DB Systel bei einem Angebot mitteilte: „Wir können das zwar machen, aber es gibt bessere Lösungen außerhalb des Konzerns.“ Ein eindeutiges Signal: DB Systel verantwortet und integriert auch künftig die optimale Lösung. Dabei muss aber eben nicht mehr eine Individualentwicklung oder ein Standardprodukt von DB Systel zum Einsatz kommen, sondern es kann auch eine externe Lösung zugekauft werden, die dann integriert wird. „Bei all diesen Angeboten treiben uns die Fragen, welche Ansprüche der Kunde hat und wie wir ihm am besten helfen können“, sagt Karsten Weder.

Ziel sei es, eng verzahnt mit dem Kunden zusammenzuarbeiten. „Früher waren wir stolz darauf, sagen zu können: Wir sind Full-Service-Provider, wir können alles aus einer Hand von der Entwicklung bis zur Betriebsführung umsetzen. „Wir sehen uns heute eher als Integrator, als Enabler, als Berater“, sagt Karsten Weder.

Jeder im Team hat ein Interesse daran, die besten Lösungen für den Kunden anzubieten. Mitarbeiter bekommen Freiräume, um Ideen zu entwickeln – immer nach dem Motto: Was kann man mit Daten anstellen und was bringt das dem Kunden? Bei einer Führung durch das Skydeck in Berlin konnte sich DB Services von der innovativen Arbeitsweise ein Bild machen.

Begeisterung im Skydeck

Im Skydeck werden technologische Begriffe wie „Big Data“, „Internet of things“ oder „Predicitive Maintenance“ mit Leben gefüllt und greifbar gemacht. Die intelligenten Lösungen, die hier entwickelt werden, sollen Kunden einen Mehrwert anbieten. Wie der vom DB Systel initiierten Start-up-Unternehmen „Zero One Data“ vorgestellte intelligente Mülleimer, der sich meldet, kurz bevor er voll ist. Oder ein System, das aktuelle Wetterbedingungen erkennt und entsprechende Abläufe automatisch aktiviert – beispielsweise bei Schnee den Winterdienst informiert.

© DB Servicese GmbH

Der Innovationsgrad ist deutlich gestiegen. Wir bekommen Lösungen angeboten, die technisch hochwertig sind.

André Obiora, CIO DB Services

Dinge ausprobieren, Prototypen entwickeln und praktische Ideen umsetzen – eine Strategie, die auch DB Services beeindruckt. Und diese Lösungen zeigen, was Digitalisierung für DB Services bedeuten kann.

Der Nutzen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen DB Systel und DB Services war allen Beteiligten von vornherein klar. Aber erst das Aufzeigen der Flexibilität und Innovation hat zu einem anderen Image geführt. Der Anfang ist also gemacht, das gegenseitige Vertrauen ist da und die Partnerschaft gefestigt. Jetzt heißt es für die Zusammenarbeit: weiter so!